Naturschutzgruppe Witten - Biologische Station e.V.
                                          Naturschutz im mittleren Ruhrtal

Der Knöterich - Der Japan Knöterich - Der Sachalin Knöterich


Der Knöterich


Wiesen- oder Schlangenknöterich

Die Reihe "Gebietsfremde Pflanzenarten" (Neophyten) wird in diesem Jahr fortgesetzt mit der Darstellung der Pflanzengattung der Knöterichgewächse (Polygonum), von der es etwas 200 Arten gibt. Sie sind Kräuter oder Stauden mit wechselständigen Blättern. Bodenständig sind bei uns u. a. der Vogelknöterich (Polygonum aviculare), den man vielfach auf Brachflächen antrifft, der Wiesen- oder Schlangenknöterich (Polygonum bistoria), der auf nassen Wiesen vorkommt, der Wasserknöterich (Polygonum amphibium), der in stehenden oder langsam fließenden Gewässern, sowie an Ufern zu finden ist, und der Flohknöterich (Polygonum persicaria), der auf Schutthalden, an Wegrändern und auf Äckern wächst.


Daneben gibt es auch einige Neophyten, die sich bei uns schon seit längerer Zeit ausbreiten. Die starken Wucherer der Polygonumarten hat man vor einiger Zeit als eine eigene Gattung unter dem Namen Reynoutria abgetrennt. In Deutschland sind vor allem zwei Arten bekannt:
- der Japan-Knöterich (Reynoutria japonica) und 
- der Sachalin-Knöterich (Reynoutria sachalinensis). Zu den stark wuchernden Arten zählt auch der Himalaja-Knöterich (Polygonum polystachyum), den man aber nicht in die Gattung Reynoutria aufgenommen hat.


Wiesen- oder Schlangenknöterich-Blütenstand

In der Literatur findet man auch Hinweise auf Bastarde, u. a. Reynoutria x bohemica und Reynoutria japonica x Reynoutria sachalinensis. 
Wie schon der Name sagt, wurden diese Neophyten bei uns aus Asien eingeschleppt, zunächst als Zier- und Futterpflanzen, die dann aber verwilderten. Die einzelnen Reynoutriaarten unterscheiden sich im Höhenwachstum, in der Blattform und in der Chromosomenzahl.


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