Naturschutzgruppe Witten - Biologische Station e.V.
                                          Naturschutz im mittleren Ruhrtal

Libelle des Jahres 2019:  Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae)

 von Herbert von Hagen

Durch die Wahl durch BUND und GdO (Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen) wird darauf hingewiesen, dass auch diese Libellenart als „gefährdet“ einzustufen ist. Das gilt inzwischen für mehr als 50% der etwa 80 in Deutschland vorkommenden Libellenarten.

Sympetrum danae ist die kleinste der heimischen Großlibellen (Anisoptera). Die schwarze Färbung der Männchen und ihre geringe Größe machen zumindest die Männchen unverwechselbar. Sie ist eine von insgesamt fünf Heidelibellenarten (Sympetrum), die bislang im Wittener Raum nachgewiesen werden konnten.

Die Schwarze Heidelibelle ist eine Art, die in Witten und Umgebung als „selten“ (bis inzwischen „fehlend“?) einzustufen ist. In rund 30 Jahren Erfassung von Libellenvorkommen war die Beobachtung dieser Art etwas Besonderes. Sie trat fast immer nur in geringer Zahl auf. Obwohl Kopulae und Eiablagen beobachtet werden konnten, gelang es nicht, Bodenständigkeit nachzuweisen. In verschiedenen Jahren – so zwischen 1992 und 1999 – gelang kein einziger Nachweis der Art.

Die Gründe sind sicher unterschiedlicher Art. Zum einen können es einfach Beobachtungslücken sein, die sich bei einer seltenen Art zwangsläufig ergeben. Weitere Gründe liegen aber auch in der Art selbst, die wohl weniger wärmebedürftig ist und mehr in die montane Stufe geht. In der Literatur wurde die Art von Eb. Schmidt als „Übergangsmoor-Weiher-Libelle“ bezeichnet. An einem Gartenteich dürfte sie nicht zu beobachten sein.