Naturschutzgruppe Witten - Biologische Station e.V.
                                          Naturschutz im mittleren Ruhrtal

Amphibienkartierung am Wittbräucker Waldweg in Herdecke


Zu Beginn des Jahres 2001 erhielt die NaWit vom Umweltreferat der Stadt Herdecke den Auftrag, ein Gutachten über die Wanderungen und Gefährdung der Amphibien durch den Straßenverkehr im Gebiet von zwei Sandsteinbruchgewässern nahe des Wittbräucker Waldwegs zu erstellen. Die ehemaligen Sandsteinbrüche liegen in einem Waldgebiet unterhalb des Speicherbeckens des Koepchenwerks. Der Wittbräucker Waldweg und die Straße Am Kleff zerschneiden dieses Waldgebiet. Sie dienen als Zufahrt für die Anlieger, werden aber auch als Abkürzung zum Siedlungsgebiet am Rehberg / Wienberg genutzt.

Zu Beginn des Jahres 2001 erhielt die NaWit vom Umweltreferat der Stadt Herdecke den Auftrag, ein Gutachten über die Wanderungen und Gefährdung der Amphibien durch den Straßenverkehr im Gebiet von zwei Sandsteinbruchgewässern nahe des Wittbräucker Waldwegs zu erstellen. Die ehemaligen Sandsteinbrüche liegen in einem Waldgebiet unterhalb des Speicherbeckens des Koepchenwerks. Der Wittbräucker Waldweg und die Straße Am Kleff zerschneiden dieses Waldgebiet. Sie dienen als Zufahrt für die Anlieger, werden aber auch als Abkürzung zum Siedlungsgebiet am Rehberg / Wienberg genutzt. 

    

Folgende Arten wurden festgestellt:

- Erdkröte (Bufo bufo)
- Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans)
- Grasfrosch (Rana temporaria)
- Fadenmolch (Triturus helveticus)
- Bergmolch (Triturus alpestris)
- Teichmolch (Triturus vulgaris)
- Feuersalamander (Salamandra salamandra)


Am häufigsten wurde die Erdkröte im Untersuchungsgebiet nachgewiesen, gefolgt von Grasfrosch und Fadenmolch. Die Anzahl der insgesamt ca. 1200 gefundenen Individuen ist nicht repräsentativ, da zur gleichen Zeit ein Anwohner sammelte und dessen Zahlen nicht in unser Gutachten einflossen. Es wurde festgestellt, dass trotz Durchfahrtverbot und der Sammelaktivität des Anwohners und der NaWit-Mitarbeiter teilweise bis zu 30% der die Straßen querenden Amphibien dem Straßenverkehr zum Opfer fielen.

Die Untersuchung fand nur in der Zeit der Laichwanderung statt. Die Rückwanderung der Alttiere sowie die Abwanderung der Jungtiere erstreckt sich über einen viel größeren Zeitraum bis in den Herbst. Aus diesem Grunde haben wir in unserem Gutachten empfohlen, die Straßen während der Wanderung zu den Laichgewässern durch Sperrpfosten für den Durchgangsverkehr voll zu sperren und für den Rest des Jahres nur für Anlieger freizugeben.